AT&T führt mit „Turbo Live“ einen neuen Dienst ein, der die Mobilfunkleistung in überfüllten Veranstaltungsorten wie Stadien und Konzertsälen deutlich verbessern soll. Der Dienst wird Anfang Februar in zehn US-Stadien eingeführt, pünktlich zum Super Bowl im Levi’s Stadium, und zeichnet sich dadurch aus, dass er kein erfordert, dass man ein AT&T-Kunde ist.
So funktioniert Turbo Live
Turbo Live nutzt das bestehende 5G-Netzwerk von AT&T, um Benutzern bei Großveranstaltungen eine vorübergehende Leistungssteigerung zu bieten. Anstelle eines Abonnements funktioniert es auf einer Pay-per-Event-Basis, beginnend bei 5 $, wobei die Preise jedoch je nach Umfang der Veranstaltung variieren. Dieses Modell ist darauf ausgelegt, langfristige Verpflichtungen zu vermeiden und auf kurzfristige Bedürfnisse einzugehen.
Der Dienst wird über eine sekundäre eSIM bereitgestellt. Dadurch können Verizon- und T-Mobile-Kunden mit entsperrten Telefonen auf den Boost zugreifen, indem sie ihn einfach über die „Connect on Demand“-App installieren. Der Schlüssel ist ein entsperrtes 5G-Telefon und ein freier eSIM-Steckplatz. AT&T stellte klar, dass diese Methode die Bindung von Benutzern an einen bestimmten Mobilfunkanbieter vermeidet.
Standorte für den ersten Rollout
Die ersten zehn Stadien, die Turbo Live unterstützen, sind:
- Alabama (Bryant-Denny-Stadion)
- Atlanta (Mercedes-Benz-Stadion)
- Chicago (United Center)
- Houston (NRG-Stadion)
- Las Vegas (Kugel)
- Los Angeles (Intuit Dome)
- Miami (Hard Rock Stadion)
- New York/New Jersey (MetLife Stadium)
- San Antonio (Alamodome)
- San Francisco Bay Area (Levi’s Stadium)
- Seattle (Lumenfeld)
AT&T plant außerdem, die Abdeckung bald auf das AT&T Stadium in Dallas, das Gillette Stadium in Foxborough und das SoFi Stadium in Los Angeles auszuweiten.
Warum das wichtig ist
Die Nachfrage nach zuverlässigem Mobilfunkdienst bei Großveranstaltungen wächst. Stadien und Arenen sind aufgrund von Netzwerküberlastungen berüchtigte „tote Zonen“. Der Aufstieg von mobilen Tickets, Social Sharing und Echtzeit-Ereigniserlebnissen führt dazu, dass sich immer mehr Menschen bei diesen Veranstaltungen auf ihre Telefone verlassen.
Diese Lösung bietet eine Möglichkeit, die Einschränkungen gemeinsam genutzter Netzwerke zu umgehen, indem Benutzern ermöglicht wird, vorübergehend vorrangigen Zugriff zu erwerben.
Dieses Modell ähnelt der Art und Weise, wie T-Mobile seinen Satellitendienst Kunden anderer Netzbetreiber anbietet, und beweist damit die Machbarkeit sekundärer eSIM-Dienste. Der Ansatz von AT&T spiegelt den Trend zu flexibleren On-Demand-Konnektivitätsoptionen an stark nachgefragten Standorten wider.
Die Einführung von Turbo Live ist eine praktische Antwort auf eine weit verbreitete Frustration, und seine Verfügbarkeit für Nicht-AT&T-Kunden könnte einen neuen Standard für mobile Konnektivität bei Live-Events setzen.
