Tragbarer Viewsonic VG1656N-Monitor: Kabelloser Komfort zum kleinen Preis

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Der Viewsonic VG1656N zeichnet sich auf dem Markt für tragbare Monitore durch seine drahtlose Konnektivität aus. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, die ausschließlich auf kabelgebundene Verbindungen setzen, verfügt der VG1656N über einen USB-C-Dongle, der die drahtlose Videoübertragung von Laptops, Smartphones und sogar Gaming-Geräten ermöglicht. Allein diese Funktion rechtfertigt jedoch den hohen Preis von 339 US-Dollar und macht es zu einer Premium-Option.

Die drahtlose Funktionalität ist nicht nahtlos. Der Monitor benötigt immer noch eine externe Stromversorgung und der interne Akku hält etwas mehr als drei Stunden (3 Stunden und 33 Minuten im Test), ohne dass eine klare Batteriestandsanzeige vorliegt. Daher wird immer ein USB-C-Kabel empfohlen. Noch wichtiger ist, dass der drahtlose Betrieb zu spürbarer Latenz und Bildkomprimierung führt und die Schärfe von Videos, Fotos und sogar Text verringert. Die zugrunde liegende Anzeigequalität ist zunächst nicht hoch; Der VG1656N deckt nur 65 % des sRGB-Farbraums ab (50 % DCI-P3) und erreicht eine bescheidene Spitzenhelligkeit von 268 Nits. Die Auflösung von 1.920 x 1.200 bei 60 Hz ist für seinen Preis unauffällig.

Eine günstigere Alternative

Zum Vergleich: Das Arzopa Z1RC verfügt zwar über keine Wireless-Funktionen, bietet aber ein größeres, schärferes (1600p), farbenfroheres (100 % sRGB) und helleres (368 Nits) Display zum halben Preis (150 US-Dollar). Dies verdeutlicht, wie stark sich der VG1656N auf seine Wireless-Funktion verlässt, um seine Premium-Positionierung zu rechtfertigen.

Auch das physische Design des Monitors beeinträchtigt die Tragbarkeit. Mit einer Dicke von 9,6 mm (14,8 mm mit dem mitgelieferten Gehäuse) und einem Gewicht von 872 Gramm (1,39 kg mit dem Gehäuse) ist er sperriger als die meisten tragbaren Monitore. Die eingebauten Lautsprecher sind bei Standardlautstärke schwach und verzerren bei höheren Lautstärken. Das Navigieren im Einstellungsmenü ist langsam und der Akkustand wird nicht angezeigt.

Konnektivitätsprobleme und praktische Bedenken

Der VG1656N hat Probleme mit der automatischen Quellenumschaltung und schaltet sich oft aggressiv ab. Bei der letzten Verwendung mit einer Kabelverbindung kann der Versuch, auf WLAN umzuschalten, dazu führen, dass der Monitor wiederholt zwischen Ein- und Ausschalten wechselt, bevor die Eingangsauswahl erreicht werden kann. Dies verstärkt die Notwendigkeit eines USB-C-Kabels als Backup. Die mitgelieferte Folio-Abdeckung dient gleichzeitig als Ständer, was unerlässlich ist, da kein eingebauter Ständer und keine VESA-Halterung vorhanden sind. Das mitgelieferte 60-W-Ladegerät ist größer als ideal für ein tragbares Gerät.

Die Wireless-Funktion des Viewsonic VG1656N ist sein einziger nennenswerter Vorteil, aber sie bringt Kompromisse bei der Benutzerfreundlichkeit mit sich, die es schwierig machen, ihn außerhalb von Nischenszenarien zu empfehlen.

Testmethodik

Monitormessungen wurden mit einem Spyder X2 Ultra-Kolorimeter und der Spyder X2-Software von DataColor im SDR-Modus durchgeführt. Die Tests umfassten Helligkeit, Kontrast und Farbraumabdeckung. Die Ergebnisse können aufgrund unterschiedlicher Testgeräte und Monitoreinstellungen variieren. Es wurden auch Bewegungstests durchgeführt, um Geisterbilder oder Probleme im Zusammenhang mit der Bildwiederholfrequenz beim Spielen zu beurteilen.

Schlussfolgerung

Der Viewsonic VG1656N ist ein Spezialgerät. Seine Wireless-Fähigkeit ist wertvoll, wenn Sie sie unbedingt benötigen, aber die Kompromisse bei Bildqualität, Akkulaufzeit, Konnektivitätszuverlässigkeit und Gesamtwert machen es für die meisten Benutzer schwierig, sie zu rechtfertigen. Sofern WLAN nicht verhandelbar ist, sind kostengünstigere und leistungsstärkere Alternativen leicht verfügbar.