Erinnern Sie sich an Inspector Gadget? Wenn Sie in den 80er-Jahren ein Kind waren, erinnern Sie sich wahrscheinlich an den unfähigen Zeichentrick-Ermittler, der Aufträge mithilfe von sich selbst zerstörenden Notizen erhielt, die oft in seinen Händen explodierten. Google hat eine eigene Version dieser Inspector-Gadget-Nachricht herausgebracht. Die verschwindenden E-Mails explodieren nicht, sie verschwinden jedoch nach einer festgelegten Zeit. Diese Funktion ist Teil der umfassenderen Bemühungen von Google, den Datenschutz und die Cybersicherheit für Gmail-Nutzer zu verbessern. Es ist ab sofort für Privatkonten verfügbar, während Unternehmensversionen zu einem unbestimmten Zeitpunkt folgen werden.
So funktioniert der vertrauliche Modus von Gmail
Mit dieser Funktion können Absender festlegen, dass eine E-Mail automatisch abläuft. Sie können ein Zeitfenster zwischen 24 Stunden und fünf Jahren nach dem Senden der Nachricht auswählen. Um es zu aktivieren, suchen Sie unten im neuen E-Mail-Composer nach einem Schlosssymbol. Wenn Sie diese Option auswählen, wird der vertrauliche Gmail-Modus aktiviert.
Sobald es aktiv ist, gelten strenge Beschränkungen. Empfänger können den Inhalt nicht weiterleiten, herunterladen, drucken oder kopieren und in eine neue E-Mail oder ein neues Dokument einfügen. Sie haben auch die Möglichkeit, einen Passcode zum Öffnen der Nachricht anzufordern. Dies fügt eine Ebene der Zugriffskontrolle hinzu, die bei Standard-E-Mails fehlt.
Warum Google verschwindende Nachrichten hinzugefügt hat
Dieser Dienst reagiert direkt auf die wachsenden Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Cybersicherheit. Konkurrenten haben sich bereits in diesem Bereich bewegt. Smartphone-App-Messaging-Dienste wie WhatsApp und Signal locken Nutzer mit verschlüsselten Messaging-Plattformen. Die Funktion zum Verschwinden von Fotos auf Snapchat ist nach wie vor ein Hit bei jüngeren Nutzern, die kurzlebige Kommunikation wünschen. Google holt Nachholbedarf, um ähnliche Funktionen in seinem eigenen Ökosystem anzubieten.
Die Grenzen „sicherer“ verschwindender E-Mails
Bevor Sie anfangen, Freunden die wichtigen Details Ihres Tagebuchs per E-Mail zu senden, sollten Sie die Einschränkungen im Hinterkopf behalten. Gelöschte E-Mails verschwinden aus dem Posteingang des Empfängers. Sie verbleiben jedoch in Ihrem Ordner „Gesendet“, es sei denn, Sie löschen sie manuell. Die Daten sind nicht weg. Es ist lediglich aus der primären Ansicht des Empfängers ausgeblendet.
Screencaps sind immer noch ein großes Schlupfloch. Sowohl Mac OS als auch Windows ermöglichen Benutzern das Erstellen und Speichern von Screenshots von allem, was auf dem Bildschirm angezeigt wird. Ein Screenshot erfasst den Text und die Bilder, bevor sie verschwinden. Es gibt auch keine technische Möglichkeit, einen Benutzer daran zu hindern, seinen Monitor mit einem Telefon zu fotografieren.
Wohin gehen die Nachrichten eigentlich?
Das größere Problem ist der Serverspeicher. Es ist nicht klar, wie lange Nachrichten auf den Servern von Google verbleiben. Selbst wenn der Empfänger die E-Mail nach Ablauf des Timers nicht sehen kann, bleiben die Daten möglicherweise in der Infrastruktur von Google bestehen. Dadurch ist der Inhalt anfällig dafür, von einem potenziellen Hack erfasst zu werden. Der Hack des Democratic National Committee hat gezeigt, dass archivierte Daten offengelegt werden können, wenn Server gehackt werden.
Der vertrauliche Modus schränkt die Möglichkeiten der Empfänger ein, garantiert jedoch nicht, dass die Daten gelöscht werden.
Die „nicht sichere“ Realität ist, dass verschwundene Taten größtenteils theatralisch sind. Sie verhindern versehentliches Auslaufen oder unbeabsichtigtes Weiterleiten. Sie stoppen einen entschlossenen Gegner nicht mit Bildschirmaufnahme-Tools oder Serverzugriff.
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Der Computeringenieur Ray Tomlinson verschickte 1971 die erste E-Mail der Welt. Es handelte sich um eine Testnachricht, die in Cambridge, Massachusetts, von einem Computer an einen anderen gesendet wurde. Der ursprüngliche Zweck bestand darin, das neue Netzwerkprotokoll zu testen. Der Inhalt selbst geriet in Vergessenheit. Die Methode bleibt relevant.



























