Der Tod der Standard-Banner-Werbegrößen

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Hören Sie auf, nach dem Raster zu suchen.

Webdesign fühlte sich jahrelang wie ein strenger Architekturkurs an. Sie hatten Ihre 728×90-Bestenlisten. Ihre 300×250 mittelgroßen Rechtecke. Ihre 160×600-Seitenleisten. Jeder wusste, wo die Dinge lebten. Es war vorhersehbar. Es war sicher. Es war langweilig.

Die letzten ein oder zwei Jahre haben dieses Regelwerk zerstört. Werbetreibende und Verlage testen verschiedene Formen und Größen mit einer hektischen Energie, die darauf hindeutet, dass die alten Standards aussterben. Warum? Weil Benutzer gegenüber dem Vertrauten blind sind. Sie scrollen ohne einen zweiten Blick an den Standardspots vorbei. Um Aufmerksamkeit zu erregen, muss man das Muster durchbrechen.

Sie können ein Banner nicht mehr einfach an der gewohnten Stelle platzieren. Sie müssen die Platzierung wie ein Puzzle betrachten, nicht wie eine Vorlage.

Warum Standardgrößen versagen

Es ist nicht so, dass die Abmessungen falsch sind. Es ist so, dass sie erwartet werden.

Wenn eine Anzeige wie eine Anzeige aussieht, filtert das Gehirn sie heraus. Das ist „Bannerblindheit“ und es ist real. Durch das Ausprobieren aller verschiedenen Größen und Platzierungen zwingen Designer das Auge zum Stehen. Eine kleine Anzeige in einer seltsamen Ecke erhält möglicherweise mehr Klicks als eine riesige Werbetafel oben, weil sie unerwartet wirkt.

Das Ziel ist nicht nur Sichtbarkeit. Es ist eine Störung.

Die beste Anzeige ist diejenige, die nicht so aussieht, als würde sie gesehen werden wollen, bis sie es tatsächlich ist.

Drei Beispiele für nicht standardmäßige Platzierungen

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, aber vielleicht müssen Sie es quadratisch machen. Hier sind drei Möglichkeiten, wie Menschen derzeit mit Größe und Form spielen.

  1. Die Mikroinsertion
    Winzig. Fast unsichtbar. Platzierung in der Mitte des Inhalts und nicht am Rand. Es respektiert den Lesefluss, unterbricht den Rhythmus aber gerade so weit, dass es registriert wird.

  2. Die Übernahme in voller Breite
    Anstelle einer Seitenleiste erstreckt sich die Anzeige über die gesamte Breite des Anzeigefensters. Es ist aggressiv. Es erzwingt eine Wahl: den Inhalt lesen oder die Marke anerkennen. Es funktioniert, weil die Option „Ignorieren“ entfernt wird.

  3. Die asymmetrische Seitenleiste
    Vergessen Sie das hohe, dünne Rechteck. Versuchen Sie es mit einer blockigen, breiten Form, die ungleichmäßig am Rand sitzt. Es sieht nach Inhalt aus, nicht nach einer Werbefläche. Das Missverhältnis erzeugt visuelle Spannung. Neugier füllt die Lücke.

Nichts davon ist einfach umzusetzen. Sie erfordern benutzerdefinierten Code. Sie zerstören responsive Vorlagen. Aber die Standardgrößen? Sie verblassen.

Wenn Sie immer noch dieselben drei Größen von 2018 verwenden, schreien Sie in einer Bibliothek. Leise ist laut. Seltsames wird bemerkt.

Der nächste Teil befasst sich mit der technischen Seite, damit dies funktioniert, ohne dass Ihre Website beschädigt wird.

Warum das Stapeln von Anzeigen für Publisher tatsächlich funktioniert

Die Mathematik ist ungroßzügig. Eine einzelne Kleinanzeige zahlt sich kaum aus. Die Klickraten sind miserabel, vor allem weil die Benutzer Bannerblindheit entwickelt haben. Sie scrollen vorbei, ohne einen zweiten Blick darauf zu werfen.

Aber die Lautstärke verändert die Gleichung.

Verlage verlassen sich nicht auf ein einziges Hero-Banner. Sie stapeln sie. Zehn kleine Anzeigen auf einer Seite bringen zwar jeweils ein paar Cent ein, aber zusammen generieren sie etwa 2 US-Dollar pro 1.000 Impressionen. Es ist ein Volumenspiel. Geringe Ausbeute, hohe Dichte. Das Ziel ist nicht ein Klick von jedem Benutzer. Es ist gerade genug Lärm, um die Einnahmen zu summieren.